Kirche und Gesellschaft

 

Alle Veranstaltungen finden statt an jedem zweiten Dienstag jeweils um 19.30 Uhr in den Gemeinderäumen der Kreuzkirche, Hohenzollerndamm 130a, 14199 Berlin.

Wir freuen uns sehr auf diese Vortragsabende und laden herzlich dazu ein.

Prof. Dr. Peter Brandt und Pfr. Dr. Andreas Groß

 

Der Flyer mit dem Programm 2017-2018 kann hier heruntergeladen werden >>>


24. April 2018

Dr. Gudrun Löwner: Die Thomaschristen in Indien

Pfarrer Dr. Gudrun Löwner, die als Dozentin in Bangalore arbeitet und uns bereits im Jahr 2015 besucht hat, wird einen Vortrag halten zum Thema „Die Thomaschristen in Indien“.

Nur wenigen ist in Deutschland bekannt, dass das Christentum nicht erst mit den Portugiesen vor etwas über 500 Jahren nach Indien, kam, sondern älter ist als unser deutsches Christentum. Die indischen Thomaschristen berufen sich auf den ungläubigen Thomas, einen der zwölf Jünger Jesu, der bereits im 1. Jh. n. Christus nach Indien gekommen sein soll. Auch wenn dazu der historischer Nachweis fehlt, so steht außer Frage, das es zumindest im 4./5.Jahrhundert Christen in Kerala/Südindien gegeben hat und seither gibt. Auf ihren Spuren wollen wir wandeln. Zudem wird es sicherlich wieder Gelegenheit geben, mit Frau Dr. Löwner auch über andere Themen zu sprechen, und wir sind gespannt, was sie dieses Mal wieder alles mitbringen wird.


8. Mai 2018

Prof. Dr. Martin Tamcke: „Westöstliche Identität und Versöhnung mit Russland": Das Leben zwischen Ost und West des Henry von Heiseler

Martin Tamcke ist Professor für Ökumenische Theologie und Orientalische Theologie an der Georg-August-Universität Göttingen.

Die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg führte zu einer Entfremdung zwischen Deutschland und Russland, zwischen Russen und Deutschen. Beide Völker, Kulturen und Staaten standen über Jahrhunderte in einem regen Austausch. Russen studierten in Deutschland und Deutsche wanderten nach Russland aus. Die damals sogenannten Deutschrussen standen mit Kriegsbeginn in innerem Zwiespalt. Der Vortrag zeigt am Leben Henry von Heiselers, eines Schriftstellers aus dem George-Kreis, welche Veränderungen der Krieg mit sich brachte für Selbstverständnis und kulturelle Interaktion hier wie da. Menschen, die sich nicht einfach nur für eine Kultur vereinnahmen ließen, gerieten in eine schwierige Lage noch über Krieg, Bürgerkrieg und Nachkriegszeit hinaus. Und sie dokumentieren, dass es in Zeiten der Abgrenzungen und Ausgrenzungen und der ideologischen Trennungen in Ost und West noch eine dritte Möglichkeit gab: ein Leben mit westöstlicher Tönung. Eben dieser die kulturelle Spaltung überwindende Weg wird an Heiseler erkennbar. Sollte das zugleich eine Einladung sein, geistig-kulturell-religiös den Graben zu überwinden, der sich in Zeiten politischer Spannungen immer wieder neu aufbaut?


5. Juni 2018

Dr. Andreas Götze: Dialog der Religionsgemeinschaften in Berlin

Andreas Götze ist Landeskirchlicher Pfarrer für den Interreligiösen Dialog.